Stressbedingte Beschwerden

„Stress ist die Summe aller Adaptationsvorgänge und Reaktionen körperlicher
wie psychischer Art, mit denen ein Lebewesen auf seine Umwelt und die von
innen und außen kommenden Anforderungen reagiert.“ – Prof. Dr. Hans Selye

In unserer heutigen Zeit zu existieren, bedeutet für viele ein Leben geprägt
von Terminen, Leistungs- und Zeitdruck. Dieses mag eine Zeit lang gut gehen,
aber nach und nach schleichen sich Beschwerden, wie Schlafstörungen, Herz-
rhythmusstörungen, Verspannungen oder einem Reizmagen, ein. Ferner ist es
hinreichend bekannt, dass lang andauernder Stress Auslöser schwerwiegend-
erer Erkrankungen sein kann. Der Stressfoscher Selye fand heraus, dass nach
einer kurzen Schockreaktion der Körper in ein Stadium der Resistenz übergeht.
Hier geschieht eine maximale Anpassung an die Situation und alle Hilfeschreie
(Symptome) des Körpers werden unterdrückt.

Diese Phase prägen im Wesentlichen drei Gesichtspunkte:


  • Vergrößerung und Verfettung der Nebennieren, da hier das
    Langzeitstresshormon Cortisol gebildet wird
  • Verkleinerung der Thymusdrüse, die eine immunologische
    Rolle spielt und somit das Immunsystem schwächt
  • Reizmagen und/oder –darm, welcher sich über längere Zeit
    zu einem Geschwür entwickeln kann

Selye fand aber auch heraus, dass die Wahrnehmung des Stresses eine
ganz entscheidende Rolle spielt, da ohne ein gewisses Spannungspotential
kein Leben existieren kann. Die Chinesen beschrieben dieses Phänomen als
Yin und Yang. Um eine Unterscheidung von positiven und negativen Reizen
deutlich zu machen, prägte Selye die Begriffe des Eustress
(=positiver Stress) und Distress (=negativer Stress).
Hier entfaltet die Akupunktur als ableitende Therapie ihr Potential. Über die
Nadelung bestimmter Meridianpunkte kann ein Ventil für den übermäßigen
Stress geöffnet und so das innere Gleichgewicht wieder hergestellt werden.
Auch die Wahrnehmung des Stresses kann sich verändern.
Sobald alles wieder im Fluss ist, verschwinden auch die Symptome.